Besser führen durch Training? Was eine HR-Leiterin nach zwei Jahren sagt
Samira Arrami verantwortet bei der Domino Deutschland GmbH die Bereiche Personal & CSR. Im Erfahrungsbericht zur 360° FÜHRUNG erzählt sie, warum sie das Programm bewusst auf zwei Jahre gestreckt hat, welches Tool aus dem Training heute fester Bestandteil ihrer Führung ist – und warum die DNLA-Analyse für sie der größte Erkenntnisgewinn war.
Samira Arrami, Geschäftsleitung Personal & CSR bei der Domino Deutschland GmbH, teilt ihren Erfahrungsbericht zur 360° FÜHRUNG und gibt Einblick in zwei Jahre praktische Führungskräfteentwicklung.

Samira Arrami leitet als Geschäftsleitung Personal & CSR die HR-Arbeit der Domino Deutschland GmbH – einem führenden Anbieter für industrielle Kennzeichnungs-, Markier- und Etikettier-Lösungen. Im Interview gibt sie Einblick in ihren persönlichen Erfahrungsbericht zu 360° FÜHRUNG und zeigt, was ein einjähriges (in ihrem Fall zweijähriges) Führungstraining im Alltag verändert.
Warum bist du Führungskraft geworden?
Mir wurde früh eine Führungsrolle angeboten – und ich fand die Herausforderung spannend. Klar, die Lernkurve war steil, aber genau das hat mich gereizt. Ich hab schnell gemerkt: Entwicklung tut manchmal weh, bringt aber auch richtig viel – Gestaltungsspielraum, Verantwortung und die Möglichkeit, mit dem Team große Ziele zu erreichen.
Was nervt oder frustriert dich am meisten in deiner Rolle als Führungskraft?
Mein voller Kalender nervt mich manchmal. Mir ist es wichtig, viel im Austausch zu sein – mit meinem Team, meinen KollegInnen, meinen Sparringspartnern. Nur so bekomme ich den Puls der Organisation mit und kann zielgerichtet agieren. Wenn das gelingt, nehme ich auch einen übervollen Kalender in Kauf.
Warum hast du dich für die Leaders Academy und 360° Führung entschieden?
Ich wollte ganz bewusst nochmal frische Impulse für meine Führungsarbeit bekommen. Man entwickelt sich zwar im Alltag weiter, aber ich finde es wichtig, regelmäßig innezuhalten und das eigene Führungsverhalten zu reflektieren. Gerade im Austausch mit anderen Führungskräften merkt man, wie unterschiedlich Perspektiven sein können – und genau das finde ich spannend. Außerdem ging es mir auch darum, das gemeinsame Führungsverständnis unserer Managementebene zu schärfen und bewusst zu diskutieren – auch mal kontrovers.
Welche Ziele hattest du dir für das Jahrestraining gesetzt?
Ein ganz zentrales Ziel war, mir Zeit zu nehmen, um meine Erfolge, aber auch die herausfordernden Momente bewusst wahrzunehmen und zu beleuchten. Nicht zwischen Tür und Angel, sondern wirklich strukturiert und reflektiert. Sich in Phasen, in denen es mal nicht so rund läuft, Feedback von anderen einzuholen, aber auch gemeinsam stolz zu sein auf das, was man bereits erreicht hat.
Hast du diese Ziele erreicht?
Ja, definitiv. Aber wie bei allem Neuen hat es eine Weile gedauert, bis sich eine Routine eingespielt hat. Inzwischen ist es so, dass ich mir am Ende jedes Monats ein Vision Board erstelle. Das ist ein Tool, das für mich nicht mehr wegzudenken ist. Es hilft mir, innezuhalten, Bilanz zu ziehen und neue Energie zu tanken. Das hätte ich vorher ehrlich gesagt nicht erwartet – aber es ist wirklich zu einem festen Bestandteil meiner Führung geworden.
Hattest du Herausforderungen oder Themen, die du erst durch das Training erkannt hast?
Ja, vor allem die DNLA-Analyse. Ich habe dadurch noch mal klarer gesehen, in welchen Bereichen ich gezielt an mir arbeiten kann – aber auch, welche Aspekte meiner Arbeit mir Energie ziehen. Es war hilfreich zu verstehen, warum mir manche Themen so schwerfallen und wo ich mir vielleicht zu viel abverlange. Das war auf jeden Fall ein echter Erkenntnisgewinn.
Was hat dir besonders gut an unserem Training gefallen?
Die Vielfalt der Themen war super – für Neueinsteiger und erfahrene Führungskräfte. Und Andreas Hoffmann hat das klasse moderiert. Er hat alle da abgeholt, wo sie gerade stehen – und eine tolle Dynamik in der Gruppe geschaffen.
Gibt es auch etwas, was du verbessern wollen würdest?
Wir haben das Programm auf zwei Jahre verteilt – eigentlich ist es für ein Jahr konzipiert. Aber für uns war das genau die richtige Entscheidung. Unsere Führungskräfte arbeiten verteilt in ganz Deutschland und so konnten wir das Training besser in den Alltag integrieren. Außerdem war so mehr Zeit für die nachhaltige Umsetzung. Vielleicht wäre das auch für andere Unternehmen ein interessantes Modell – ein Zwei-Jahres-Programm, das mehr Raum für echte Entwicklung lässt.
Dein AHA-Moment in 360° FÜHRUNG?
Jede neue Selbsterkenntnis ist ja ein kleiner Aha-Moment – und davon gab es in dem Programm einige für mich.