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Warum eine gute Fehlerkultur für Unternehmen so wichtig ist

5 Tipps, wie Sie eine positive Fehlerkultur etablieren

Eine positive Fehlerkultur ist ein wichtiger Bestandteil jeder erfolgreichen Organisation. Sie fördert das Lernen und das Wachstum von Mitarbeitern, hilft bei der Verbesserung von Arbeitsprozessen und fördert Innovation. Aber können Unternehmen wirklich aktiv eine positive Fehlerkultur beeinflussen?

Organisationsentwicklung von Svenja Noll, 04.05.2023
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Eine positive Fehlerkultur zu etablieren bedeutet Transparenz zu schaffen und Fehler als Teil des Lernprozesses anzusehen. Sprechen Sie offen im Team über Fehler

Ein offener Austausch führt zu einer positiven Fehlerkultur.

In vielen Unternehmen werden Fehler oft als etwas Negatives angesehen und vermieden, wo es nur geht. Doch eine positive Fehlerkultur kann dazu beitragen, dass sich Mitarbeiter wohler fühlen und besser arbeiten können, was wiederum zu einem erfolgreicheren und produktiveren Unternehmen führen kann.

Eine positive Fehlerkultur hat Vorteile sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer.

Vorteile für Arbeitgeber

  • Verbesserung der Arbeitsprozesse: Wenn Fehler analysiert werden, können Unternehmen Verbesserungen an ihren Arbeitsprozessen vornehmen und effizienter arbeiten.
  • Mitarbeiterentwicklung: Eine positive Fehlerkultur ermutigt Mitarbeiter, ihre Fähigkeiten zu verbessern und sich weiterzuentwickeln. Dies kann zu einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung führen.
  • Innovation: Durch den positiven Umgang mit Fehlern wird Innovation gefördert, da Mitarbeiter ermutigt werden, neue Ideen auszuprobieren und Risiken einzugehen.

Vorteile für Arbeitnehmer

  • Lernen: Eine positive Fehlerkultur bedeutet, dass Fehler als Teil des Lernprozesses betrachtet werden. Mitarbeiter können aus ihren Fehlern lernen und sich weiterentwickeln.
  • Vertrauen: Ein offener Umgang mit Fehlern fördert das Vertrauen der Mitarbeiter in das Unternehmen und ihre Führungskräfte, da sie sich sicher fühlen können, ihre Fehler zu teilen und Unterstützung zu erhalten.
  • Arbeitszufriedenheit: Eine positive Fehlerkultur kann zu einer höheren Arbeitszufriedenheit führen, da Mitarbeiter sich wohler fühlen und sich in einer Umgebung befinden, in der sie sich weiterentwickeln und Risiken eingehen können.

Insgesamt kann eine positive Fehlerkultur also dazu beitragen, ein produktiveres und erfolgreicheres Unternehmen aufzubauen, indem sie die Mitarbeiterentwicklung, Innovation und Verbesserung der Arbeitsprozesse fördert und zu einer höheren Arbeitszufriedenheit und -bindung führt.

Aber wie gelingt es eine positive Fehlerkultur im Unternehmen zu etablieren? Dabei gibt es mehrere Schritte, die Unternehmen gehen können:

Schritt 1: Fehler als Chance betrachten

Unternehmen sollten Fehler als Lernmöglichkeit betrachten, anstatt sie als etwas Negatives anzusehen. Mitarbeiter sollten ermutigt werden, ihre Fehler zu teilen und daraus zu lernen, um in Zukunft bessere Ergebnisse zu erzielen.

Schritt 2: Feedbackkultur fördern

Es ist wichtig, eine offene, respektvolle Feedbackkultur zu fördern, in der Mitarbeiter Feedback geben und empfangen können. Dies sollte sowohl von Führungskräften als auch von Kollegen ermutigt werden.

Achtung: Eine offene Feedbackkultur bedeutet nicht, dass man unter diesem Deckmantel ungefiltert alles raus lassen kann. Es geht um konstruktives Feedback – auch negatives, aber immer respektvoll und auf Augenhöhe.

Schritt 3: Die Fehleranalyse

Wenn Fehler passieren, sollten sie analysiert werden, um herauszufinden, was schief gelaufen ist und wie man es in Zukunft vermeiden kann. Das Unternehmen sollte hierbei den Fokus auf die Verbesserung der Prozesse und Abläufe legen, statt Schuldzuweisungen zu machen.

Tipp: Führen Sie eine Fehleranalyse-Routine ein
  • Wann ist das passiert?

  • Seit wann wissen Sie das?

  • Wie kam es zu diesem Fehler?

  • Welche praktischen Konsequenzen resultieren aus dem Fehler?

  • Wer kümmert sich um die Umsetzung dieser Konsequenzen?

  • Wie lässt sich der Fehler in Zukunft vermeiden?

Schritt 5: Vorbild sein

Führungskräfte sollten als Vorbilder agieren und zeigen, dass es in Ordnung ist, Fehler zu machen und daraus zu lernen. Indem sie ihre eigenen Fehler teilen und zeigen, wie sie daraus gelernt haben, können sie die positive Fehlerkultur im Unternehmen stärken.

Schritt 4: Vertrauen aufbauen

Vertrauen und ein Gefühl von Sicherheit sind die Basis für einen ehrlichen Umgang mit Fehlern. Mitarbeiter müssen das Vertrauen haben, dass sie Fehler machen können, ohne dafür bestraft zu werden. Das Unternehmen sollte daher sicherstellen, dass es eine offene und sichere Umgebung für Mitarbeiter gibt, um über ihre Fehler zu sprechen und Unterstützung zu erhalten.

Fuck-Up Friday
Schonmal davon gehört? Ein Fuck-Up Friday ist ein Meeting, das in einigen Unternehmen durchgeführt wird, um eine positive Fehlerkultur zu fördern. Durch dieses Format wird eine Plattform geschaffen, die alle Beschäftigten im Unternehmen dazu ermutigt, über ihre Fehler und Misserfolge zu sprechen und daraus zu lernen. Ziel ist es, das Lernen aus Fehlern zu fördern, Fehler transparent zu machen und Innovation zu unterstützen. Der Name des Meetings soll eine lockere Atmosphäre schaffen, in der Mitarbeiter frei sprechen können, ohne Angst vor Stigmatisierung oder Kritik zu haben.

Umdenken statt Altbewährtes

Finger-Pointing und Schuldzuweisungen sind Gift für Innovation und eine harmonische Unternehmenskultur, in der Mitarbeitende sich wohlfühlen. Ein positives Mindset gegenüber Fehlern  kann für Unternehmen und Mitarbeiter viele Vorteile bringen, von einer höheren Arbeitszufriedenheit bis hin zur Entwicklung neuer Ideen und Verbesserung von Arbeitsprozessen. Es erfordert jedoch ein Umdenken in der Art und Weise, wie Unternehmen Fehler betrachten und damit umgehen. Indem Fehler als Teil eines Lernprozesses angesehen werden, wird ein Umfeld geschaffen, in dem Mitarbeiter ihr volles Potenzial entfalten können und Unternehmen langfristig erfolgreich sind.

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Svenja Noll
Ist Senior Marketing Managerin der Leaders Academy und verantwortet u.a. die LEADERS Magazin Redaktion.