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Erfahrungsbericht von Petra Muchow

Unternehmer-Reise Israel – Wüste, Bibel und Science-Fiction

So beschreibt Frank Müller, Vorstand der AXSOS AG und unser genialer Insider-Reiseleiter, dieses mir bis dahin fremde und immer noch geheimnisvolle Land Israel in drei Worten. Wüste, Bibel und Science-Fiction? Wie paradox! Da musste ich einfach hin.

Organisationsentwicklung von Petra Muchow, 26.01.2023
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Unternehmer-Reisegruppe Israel 2022. Felsendom auf dem Tempelberg.

Unternehmer-Reise Israel 2022: Unternehmer-Persönlichkeiten der ganzen Republik vor dem Felsendom auf dem Tempelberg.

Als Inhaberin eines Weiterbildungsunternehmens für Führungskräfte und Organisationen war es für mich schon immer der eigene Anspruch, am Puls der Zeit zu sein und selbst über den Tellerrand zu schauen, wann immer sich die Gelegenheit dazu bietet.

So war eine Reise ins Silicon Valley gemeinsam mit Geschäftspartnern und anderen Unternehmern vor einigen Jahren zugleich augenöffnend wie auch inspirierend. Die Erkenntnisse fließen seither immer wieder auch in unsere Trainings und Unternehmensberatungen hinein.

Besonders zu Themen wie Mitarbeiterbindung, Recruiting und Arbeitsräume haben wir grandiose Ideen mitgebracht, die unseren Klienten hilfreiche Lösungen beispielsweise gegen den Fachkräftemangel aufzeigen.

Eines hörten wir als staunende Besucher aus Deutschland aber immer wieder in dem von Christoph Keese so betitelten „mächtigsten Tal der Welt“ in der San Francisco Bay: „Wenn ihr glaubt, hier wären wir weit voraus, dann irrt ihr euch! Viele von uns hier im Silicon Valley schauen gen Osten. Zum Beispiel nach Israel.“  

Erweckte Neugier auf das geheimnisvolle Israel

Das war die Geburtsstunde meiner Neugier auf dieses Land Israel, das mir bis dahin bekannt als Krisenregion, so völlig unter meinem Wahrnehmungsradar lief.

Der große Unterschied zwischen einer touristischen Reise auf eigene Faust und einer Unternehmerreise ist, dass das Letztere mit den Insiderkontakten der Reiseleitung und dem Austausch mit anderen Inhabern zu einem fast unbezahlbaren Mehrwert wird.

Weil wir das in Kalifornien eindrücklich bereits erleben konnten, haben wir uns erneut vertrauensvoll an Prof. Dr. Jörg Knoblauch gewendet, der scheinbar an allen Business Hotspots auf der Welt vernetzt ist und sprichwörtlich Gott und die Welt kennt.

In dieser faszinierenden Woche waren wir unter anderem in Tel Aviv, Jerusalem und Ramallah. Neben einer Wahnsinnsdichte von historischen und biblischen Orten findet man als krassen Gegensatz eine technologisch vorreitende Unternehmenswelt. 

Wir lernten, dass in Israel pro Kopf die größte Anzahl von Start-Up Unternehmen weltweit existiert.

Wir sind mit vielen Fragezeichen in die Region gereist und ich möchte auf keinen Fall irgendwelche politischen Diskussionen mit diesem Bericht anstoßen, denn wenn wir eins gelernt haben: Die kulturellen und politischen Spannungen dort sind von uns Außenstehenden weder zu verstehen noch zu lösen. Alle „guten Ratschläge“ und diplomatischen Ideen sind bereits auf weit höherer Ebene gegeben worden. Natürlich habe ich eine Meinung dazu. Aber die tut hier nicht zur Sache. 

Wir haben uns jedenfalls zu keiner Zeit unsicher oder unerwünscht gefühlt, sondern konnten mit allen Sinnen die erstaunlichen Dinge genießen, die uns eine sehr gastfreundliche und in jeder Form reichhaltige Kultur bot.

Wir hatten das Riesenglück, dass wir sowohl auf der israelischen wie auch der palästinensischen Seite wunderbare Menschen kennenlernen durften. Im Epizentrum der Cyber-Security Israels, dem Gav Yam Negev Advanced Technology Park, erhielten wir eine Führung, die Außenhandelskammer gab einen hervorragenden Überblick über wirtschaftliche Fakten und als einer der Höhepunkte hatten wir eine Audienz beim palästinensischen Premierminister Dr. Mohammed Schtajjeh persönlich.

Wir erhielten Einblicke in etliche kleinere und größere Unternehmen, wertvolle Impulse in der Israelischen Innovationsbehörde und dem Weizmann Institut of Science und lernten die israelische Mentalität ein wenig kennen, die dieses Land trotz aller politischen Herausforderungen so erfolgreich macht.

Meine Top 6 Learnings

Diese Faktoren sind mir besonders aufgefallen und ich versuche, jeweils eine kleine Erklärung dazu zu finden:

1. Risiko gehört zum Leben

In einer Realität, in der gelegentliche Raketenangriffe oder Anschläge zum Alltag gehören, scheint die Risikobereitschaft in normalen Lebensbereichen enorm groß. Die „Gefahr“, die von einer Unternehmensgründung ausgeht, scheint verschwindend gering im Vergleich zu realeren Gefahren für Leib und Leben.

2. Alles wird diskutiert und hinterfragt

Diskussionen und Debatten gehören in der israelischen Kultur einfach dazu. Es scheint den Menschen dort einfach Spaß zu machen, sich gegenseitig zu unterbrechen und sehr emotional miteinander zu diskutieren. Es sieht so aus, als würden die Gesprächspartner solche hitzigen und direkten Wortgefechte nicht persönlich nehmen, sondern sogar bewusst suchen. Das Gesellschaftsspiel könnte heißen „Such das Haar in der Suppe, da muss irgendwo eins sein!“ und sie lieben es!

3. Leben im Augenblick

Wir haben erlebt, wie schnell Stimmungen umschwenken. Ein kulturelles „Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt sein“ innerhalb kürzester Zeit. Vielleicht hat es damit zu tun, dass es ein ständiges latentes Gefühl von möglichem Angriff gibt, das die Menschen dort von einem Moment des ausgelassenen fröhlichen Feierns zu einer gemeinsamen tiefen Trauer über Opfer von Auseinandersetzungen umschwenken lässt. Jeder Moment wird in seiner Intensität gelebt.

4. Alles ist „to go!“

Lieferplattformen wie WOLT sind im Alltag allgegenwärtig. Die Menschen lassen sich sprichwörtlich alles liefern. Selbst wenn jemand nur ein Päckchen Zigaretten braucht, ruft er schnell einen der Lieferdienste an, die innerhalb kürzester Zeit alles vorbeibringen, was das spontane Herz begehrt.

5. Perfektioni…was?

Gepaart mit einer Fehlerkultur, die eher als Experimentierkultur zu beschreiben ist, ist für ein Ergebnis oder Marktreife 80% voll in Ordnung. Erstmal starten, ausprobieren und dann weiterentwickeln. Quereinsteiger selbst in fachlich anspruchsvollen Bereichen werden zunächst eingestellt und dann eingearbeitet. Der auch dort vorhandene Fachkräftemangel besonders im Tech-Bereich wird auf diese Weise zumindest abgefedert.

6. Hochgradige Technologie-Affinität

Vielleicht liegt es an der flickenteppichartigen Isoliertheit von Palästina und dem sehr langsamen Internet dort, was viele der jungen Palästinenser und Unternehmer dort zu einer sehr pragmatischen Lösungsorientierung zwingt. Prozesse und Denkweisen müssen dort völlig anders laufen, weil die Infrastruktur durch die Komplexität der politischen Situation zu einer enorm komplizierten Wirtschaftswelt führt.

Unternehmerreise Israel. Jetzt Platz sichern.

Wie man sieht, fehlen mir zu einer „Top 10 der Erfolgsfaktoren“ noch ein paar Punkte. Was eine wunderbare Ausrede und Begründung dafür ist, dass ich unbedingt wieder nach Israel reisen muss. 

Auf meiner Liste für touristische Reisen steht es jetzt nämlich ganz weit oben. Wie sagte der Frank Müller? „Nirgends auf der Welt gibt es so viele Gegensätze auf so engem Raum.“


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Ein professionelles Foto von einer Unternehmerin im Anzug. Sie trägt eine Brille und verschränkt die Arme vor der Brust.
Petra Muchow
Als Inhaberin und Trainerin der Leaders Academy Hamburg – Lübeck ist sie Expertin rund um das Thema Leadership.