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Führen mit inneren Motiven – es kommt also auf die Füllung an!

„In was bin ich gut? Was brauche ich an Umfeld? Und was brauche ich an Herausforderungen, damit ich mein Potenzial entfalten kann?“ Jeder in einer Organisation oder in einem Unternehmen sollte das für sich selbst beantworten können, denn nur wenn die Motivlage klar ist, kann das Führen von Mitarbeitenden funktionieren. Denn es „Ist so ähnlich wie bei Tortellini – keine Fleischfüllung zu Fischgerichten!“.

 

Führungstools von Christoph Maria Michalski, 24.01.2022
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Führen mit inneren Motiven

Gute Führung ist wie gute Tortellini: auf das Innere kommt es an!

Tatortbesichtigung

Der Markt ist überflutet mit Selbstfindungsangeboten. Das boomt gerade in Krisenzeiten. Ein Baustein davon ist die Frage: Was treibt dich an? Ohne die sineksche (Simon Sinek) Kombination „Why/How/ What“ geht gar nichts mehr in der Coaching- und Beratungslandschaft.

Weitere Fragen, an denen sich besonders Startups und Solopreneure abarbeiten: „Ist es (Erfolg, Geld, Sichtbarkeit) selbst erreichbar oder Karma und wenn ja, wieviel kostet es?“ Die Antwort auf den Sinn des Lebens ist scheinbar eng verbunden mit der Realität.

Fallanalyse

Angeblich ist die Beantwortung der Frage nach dem „Warum“ der Beweggrund für alles menschliche Handeln. Ohne Antwort darauf laufen wir also blind durchs Lebens.

Dahinter steckte die Annahme, dass wenn man weiß, was Menschen antreibt, sie führ- und beeinflussbar sind. Also einfach nur mit der entsprechenden Spritsorte auftanken und dann läuft der Motor, äh Mensch. Ab und zu mal Ölstand kontrollieren und die Leistung steht zur Verfügung – wenn ich dann so richtig auf das Gaspedal treten will.

Gefährdung

Wenn wir schon im Bild der Autos bleiben, dann ist die Frage, ob Sie die Eigenschaften der einzelnen Antriebsstoffe auch kennen? Oktanzahl beim Benzin, Dieselqualität, Effizienz der Elektromobilität, Wirkungsgrad des Wasserstoffantriebs usw.

Der Vergleich mit dem Motor verleitet zu der Versuchung, einen einfachen Kausalzusammenhang zwischen Mensch und Maschine anzunehmen. Wäre auch zu schön – feste Wartungsintervalle wie z.B. Mitarbeitergespräche, neues Getriebe einbauen für mehr Schubkraft, anderen Motor in altes Fahrgestell einsetzen.

Doch es ist komplex, also nicht nur kompliziert.

Täter überführen

Das sehr vereinfachte Bild von Führung ist: Entweder ist es nur Vorbild sein „Ich mache vor, ihr macht nach!“ oder der Omnipotenzgedanke „Der Einzige, der weiß, wie es hier funktioniert, bin ich!“. In festen Zyklen taucht auch der einbeziehende Führungsstil immer wieder auf: „Lass uns mal offen darüber sprechen und achtsam miteinander abstimmen, was wir wollen! Aber auch nur, wenn Ihr das wollt.“.

Für mich ist die Krönung das Missverständnis der situativen Führung „Ich entscheide das aktuell aus dem Bauch heraus!“ (googeln Sie bitte unter Reifegrad, mich hier weiter zu echauffieren würde den Rahmen sprengen!).

Die Gefahr liegt in der Reduzierung auf x-Motive, 4 Farben oder Tiere, altgermanische oder sufistische Strukturgrafiken. Wenn dies kombiniert wird mit einer Sorglosigkeit und mangelnder Individualisierung, dann bekommen diese Modelle den Charme von Ausstattungslisten der Automobilhersteller. 

Prävention

Natürlich ist die Motivlage der Mitarbeitenden ein wesentlicher Bestandteil von Führung. Das ist mehr als ein Indikator für die Einsatzgebiete zu verstehen. Um das Motorenbild nochmal zu bemühen: Diesel kommt in den Lkw, Methanol in den Rennwagen. Die Schwäche dieses Bildes ist, dass die Leistung alles Fortbewegungsmittels nicht allein vom Motor bestimmt wird. 12.000 Umdrehungen pro Minute bei 800 Kubikzentimeter in einem Nutzfahrzeug sind ineffektiv und nicht zielführend.

Diese Modelle haben ihre Berechtigung: Als Sprachmodell, als Wording, mit dem alle gemeinsam den ersten Schritt machen: darüber reden! Nicht hinterm Rücken grummeln oder lästern – miteinander statt übereinander.

Jede(r) Einzelne ist aufgefordert, sich selbst um die Klarheit zu bemühen: Was brauche ich an Umfeld, Ansprache und Herausforderungen, damit ich mein Potential entfalten kann?

So kommen Führungskraft und Mitarbeitende „in touch“, den gemeinsamen Strang zu finden. Von mir aus können Sie diesem Spirit darüber hinaus noch mit Führungsleitlinien, Unternehmensbroschüren oder Stellenanzeigen garnieren.

Fazit

Widerstehen Sie bitte der Versuchung, Führungsprozesse auf einfache „Wenn-dann“ Beziehungen zu reduzieren. Es besteht ein großer Unterschied zwischen Menschen und EXCEL.

Wenn Sie mich nach einem Obergriff dafür fragen würden, dann nähme ich „Stolz“: Machen Sie die Mitarbeitenden stolz auf die eigene Leistung, das bisherig gemeinsam Erreichte und nutzen Sie diese Energie für alles Weitere.

Der Rest kommt von allein!

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Christoph Maria Michalski
Christoph Maria Michalski ist seit 2010 Selbst-Unternehmer und als Konfliktnavigator aktiv. Als Ex-Geschäftsführer eines Bildungsträgers mit über 700 Mitarbeitenden hat er von Expansion bis GmbH-Löschung (fast) alles mitgemacht – jedes graue Haar eine Erfahrung! Er beschäftigt sich vor allem mit Fragen um die Entstehung und das richtige Handhaben von Konflikten. Dabei verbindet er in seinen Lösungsvorschlägen kreative Ansätze mit methodischer Vielfalt und technischer Präzision- fundiert durch sein Studienabschlüsse als Musiker, Pädagoge und Techniker. Sein Wissen zum Thema Konflikte und Konfliktlösung gibt er in seinen Büchern, Vorträgen oder direkt vor Ort in Unternehmen weiter.